Der Faire Handel ist eine Alternative zum meist ungerechten globalen Welthandelssystem. Dabei sind klassische fair gehandelte Produkte gleichzeitig ehemalige Kolonialwaren - und damit eine der sichtbarsten kolonialen Kontinuitäten.
Beim diesjährigen Fairhandelstreffen gehen wir daher der Frage nach, ob es im Bereich des Fairen Handels immer noch kolonial-ähnliche Strukturen und Mechanismen gibt. Wie tragen wir durch unser Denken, Handeln und auch Konsumverhalten – unbewusst – zum Fortbestehen von Machtstrukturen bei, deren Überwindung der Faire Handel zum Ziel hat? Gemeinsam werden wir nach Lösungen suchen, um koloniale Kontinuitäten zu überwinden.
Gewaltsame territoriale Eroberungen, Unterdrückung der indigenen Bevölkerung und Ausbeutung von Rohstoffen sind typische Merkmale des Kolonialismus. Deutschland besaß bis zum Ersten Weltkrieg einige Jahrzehnte Kolonien, insbesondere in Afrika. Genau betrachtet, hat der Kolonialismus nie aufgehört.
Auf Kosten von Mensch und Natur werden Rohstoffe vor allem in Ländern des Globalen Südens ausgebeutet. In jüngster Zeit zeigen die Großmächte unverhohlen ihre territorialen Machtansprüche und schrecken nicht zurück, diese militärisch durchzu- setzen.
Wir starten im „Museum Fünf Kontinente“ mit einer Führung zum Tagungsthema.
Daneben gibt es wie gehabt viel Austauschmöglichkeit zu den Themen, die Sie aktuell bewegen.
Das Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer.
Die Kosten werden vom Diözesanrat der Katholiken und der Abteilung Weltkirche des Erzbischöflichen Ordinariats München übernommen.